Bundesweiter Warntag am 14. September – Deutschlandweite Erprobung der Sicherheitsinfrastruktur für den Katastrophenfall

Bundesweiter Warntag am 14. September – Deutschlandweite Erprobung der Sicherheitsinfrastruktur für den Katastrophenfall

12 Sep 2023

Berlin(ots) - Am 14. September 2023 probt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gegen 11 Uhr deutschlandweit erneut die Warnung der Bevölkerung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) auf allen Kanälen, darunter auch auf den über 1100 digitalen Stadtinformationsmedien des Unternehmens Wall. Als Teil der Warninfrastruktur wird in den Städten Berlin, Hamburg, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Bremen, Mannheim, Wiesbaden und Saarbrücken am bundesweiten Warntag für eine Stunde eine Probewarnung auf den digitalen Displays zu sehen sein, um das Warnsystem eingehend zu testen.

Mit der Digitalisierung von mehr als 1.100 Stadtinformationsmedien von Wall im öffentlichen Straßenraum und in den Fahrgastunterständen des ÖPNV profitieren bisher neun deutsche Großstädte von den Mehrwerten eines hochmodernen, unmittelbaren und flexiblen Mediums. Seit 2018 unterstützt Wall seine Partnerstädte dabei, die digitalen Stadtmedien an das Modulare Warnsystem (MoWaS) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) anzuschließen.

Seit Juni 2023 wird die Bevölkerung durch Warnmeldungen aller Gefahrenstufen für lokale bis überregionale Ereignisse gewarnt. Damit kann die Bevölkerung in Städten mit digitalen Screens von Wall und Anschluss an das Modulare Warnsystem (MoWaS) vor Gefahrenlagen verschiedenen Ausmaßes über alle Warnstufen 1- 3 hinweg gewarnt werden.

Ihren Mehrwert für die Sicherheit der Bevölkerung bewiesen die digitalen Stadtmedien von Wall im Jahr 2023 bei verschiedenen Gefahrenlagen in Hamburg, Berlin, Düsseldorf und anderen Städten. In allen Fällen wurden Passanten und Anwohner über die digitalen Stadtinformationsmedien von Wall schnell und sichtbar über die akute Gefahr informiert.

Am 14. September 2023 gegen 11 Uhr werden die regulären Inhalte auf den digitalen Stadtmedien von Wall durch die Probewarnmeldung des BBK für etwa eine Stunde lang unterbrochen. Danach erfolgt eine Entwarnung, wie es auch bei einer echten Gefahrenlage der Fall wäre. Sowohl die Unterbrechung der Inhalte für eine Stunde, als auch die nachfolgende Entwarnung finden unter realistischen Bedingungen einer echten Warnmeldung der höchsten Stufe, Warnstufe 1, statt.

BBK-Präsident Ralph Tiesler: „Die 1.100 Stadtinformationsmedien von Wall sind ein wichtiger Multiplikator in unserem Warnmittelmix, der Bürgerinnen und Bürger in ihrem Alltag im Stadtgebiet schnell und zuverlässig warnt und neben der Gefahrenmeldung auch konkrete Handlungsempfehlungen ausspielt.

Auch Patrick Möller, Geschäftsführer der Wall GmbH, betont den Mehrwert digitaler Screens für die Sicherheit der Bevölkerung: „Die Stärken digitaler Stadtmedien sind vor allem Visibilität, Flexibilität und Schnelligkeit, womit Behörden einen entscheidenden Vorteil zur schnellen Information vieler Menschen im Stadtgebiet erhalten. Im Ernstfall zählt jede Minute.

Über das Modulare Warnsystem (MoWaS)

In Deutschland betreibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe das Modulare Warnsystem (MoWaS). MoWaS ist als einheitliches Warnsystem für Zivilschutzwarnungen konzipiert und wird seitens der Länder auch für Warnungen im Bereich des Katastrophenschutzes genutzt.MoWaS übermittelt die Warnungen bzw. Informationen an die Bevölkerung über verschiedene Wege. Diese sind Warn-Apps, regionale Medien, überregionale Medien, kritische Infrastrukturbetriebe und Unternehmen. Es bietet eine hohe Systemsicherheit, gesicherte Übertragungswege sowie das direkte Einspielen als Warnmeldung in Radio- und Fernsehsendungen. Über MoWaS werden die bundeseigene Warn-App NINA (Notfall–Informations- und Nachrichten-App) und zeitgleich zudem weitere landeseigene oder kommerzielle Warn-Apps alarmiert. Die Zuständigkeiten für die Warnung sind zwischen Bund und Länder aufgeteilt. Der Bund betreibt Zivilschutz, die Länder bzw. Kommunen und deren Leitstellen Katastrophenschutz. Daneben gibt es weitere Behörden mit einem Informationsauftrag für Gefahrensituationen, wie beispielsweise der Deutsche Wetterdienst.Die reichweitenstarke Wirkung einer Warnung auf digitalen Stadtinformationsanlagen in Innenstädten wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in einem Forschungsprojekt in Mannheim im Jahr 2021 evaluiert. Stadtinformationsanlagen und die darauf platzierte Warnung wahrzunehmen, gaben 83,2 Prozent der Befragten an. Sogar 84,2 Prozent der Befragten bewerteten es mit (sehr) gut, über digitale Stadtinformationsanlagen gewarnt zu werden. Weitere Informationen zum Bundesweiten Warntag 2023 unter: https://www.bbk.bund.de/bundesweiter-warntag 

Quelle-Bildmontage: Wall GmbH

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